Die Lourdeskapelle in Mühltal: Ein echtes Schmuckstück
Die kleine Fraktion Mühltal zwischen Oberau und Auffach bleibt – wenn es um Initiativen geht – im Hochtal das Maß aller Dinge! Jüngstes Beispiel ist die vorbildliche Renovierung der Lourdeskapelle, die auf einer Anhöhe hinter dem “Bögler” über Mühltal wacht. Angepackt haben diese Generalrenovierung Elfriede und Günther Stadler, die Besitzer dieser wunderschönen Kapelle.
Die Lourdeskapelle in Mühltal ließ im Jahre 1904 der damalige Sägewerksbesitzer Bartholomäus Sandbichler an dieser Stelle erbauen. Die Kapelle wurde mit Steinen (wahrscheinlich aus Südtirol) aufgemauert, der Altarraum ist der Lourdesgrotte mit der Gottesmutter Maria und der knieenden Bernadette nachgebaut. Weiters befindet sich in der Kapelle ein Kreuzweg mit den Stationstafeln und ein Deckenbild mit den 7 Zufluchten. Die Kreuzwegstationen und das Deckenbild stammt von der alten Mühltalkapelle, aus dem Jahre 1760.
Im Vorjahr entschlossen sich nun Elfriede und Günther Stadler diese Kapelle zu renovieren. Und dies war allerhöchste Zeit. Die Dach- und Glockenturmeindeckung waren bereits teilweise durchgefault. Diese wurden in der ursprünglichen Machart mittels Lärchenschindeln und entsprechenden Unterbau neu eingedeckt. Auch das Turmkreuz wurde neu hergerichtet und mit Blattgold veredelt.
Am Außengelände wurden Bäume und Sträucher „gerodet“, so dass man nun wieder freie Sicht auf und von der Kapelle hat.
Im Inneren wurde ein neuer „alter Boden“ mit handgeschlagenen Cottoplatten verlegt. Die Wände wurden passend zu Boden und Altarraum neu gestaltet, die Holzbänke wurden vom alten Lack befreit worden, und diverse Ausbesserungsarbeiten durchgeführt. Im Altarraum wurde das Gitter neu renoviert und die Steinplatte am Altar erneuert.
Die Kreuzwegtafeln und das Deckenbild sind im Laufe der Zeit sehr abgedunkelt. (Kerzenruß, Staub…) Diese Teile wurden vom Südtiroler Restaurator Armin Zingerle gereinigt und aufgefrischt. Großen Anteil an fachlichen Anweisungen hatte das Bundesdenkmalamt unter der Leitung von Landeskonservator Dr. Reinhard Rampold, der mit Rat und Tat zur Seite stand.
Ohne die Hilfe von vielen freiwilligen Helfern und Spendern wäre diese Renovierung nicht möglich gewesen, sagt ein sichtlich stolzer Günther Stadler, der mit seinen Leuten über 800 Arbeitsstunden investiert hat. Aber auch die öffentliche Hand hat geholfen, dieses Schmuckstück in Mühltal zu erhalten. Zu guter letzt haben die Frauen aus Mühltal noch der Mutter Gottes zu “neuen Glanz” verholfen.
In den Maitagen findet jeden Tag eine Maiandacht statt, und darauf ist Pfarrer Aichriedler, der am Dienstag dieser Woche die Kapelle besichtigte, besonders Stolz. “Eine Kapelle wo gebetet wird, ist ein lebendiger Ort”, so der oberste Pfarrhirte der Gemeinde Wildschönau.
Die Familie Elfriede und Günther Stadler möchten sich bei allen Spendern, freiwilligen Helfern, Firmen und öffentlichen Stellen ganz herzlich für die Unterstützung und finanzielle Beteiligung bedanken, nur dadurch war es möglich ein kleines Stück Wildschönauer Geschichte zu erhalten.
Die Redaktion gratuliert Günther und seiner “Blumen-Elfi” zu dieser großartigen Renovierung, eine Privat-Initiative die vorbildlich und nachahmenswert ist!
Kommentare
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Ist wirklich ein “Schmuckstück” und wir können es schon an jedem Morgen betrachten. Günther, Elfi und Eva sei auch gedankt für die laufende Betreuung seit Jahrzehnten…
Nachbar Ludwig
Geschrieben am 14.05.2011 um 21:28 von ludwig
Ein Riesenkompliment und Dankeschön für die Investition von viel Arbeit und Engagement an die Stadlers. Ein wirkliches Schmuckstück!
Thomas
Geschrieben am 17.05.2011 um 08:54 von Thomas Lerch
Als ehemalige Mühltalerin, möchte ich euch zur Renovierung der Kapelle gratulieren. Denke heute noch in Dankbarkeit, an die Maiandachten in unserer Kindheit und bin mit Liebe dem Heimatort verbunden.
Liebe Grüße in’s Mühltal Greti
Geschrieben am 17.05.2011 um 20:28 von Fuchs Greti/Hofer Kelchsau
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