Architekt Josef Wurzer bemühte sich in langen Erklärungen sein Projekt – einmal den Umbau Postamt für ein Gemeindezentrum – zum zweiten die Nutzung der alten Volksschule in eine Mischung zwischen Starter-Wohnungen und Nutzung der restlichen Räumlichkeiten für die Gemeinde – den Bürgern näher zu bringen.
Es sei vor allem der Standort, die kleineren Raummaße, keine Durchmischung Büro/Wohnungen die für den Standort Postamtsgebäude sprechen, so Bürgermeister Rainer Silberberger und auch Architekt Wurzer, dies allerdings stark angezweifelt wurde. Auch die gesamte Architektur des “Gemeindeamt-Neu” brachte in der Menge ein sehr deutliches Zeichen von Unzufriedenheit.
Dr. Richard Lanner und auch Dr. Michael Bachmann sind erklärte Gegner des vorgestellten Projektes, dies brachten beide sehr deutlich zum Ausdruck. Auch Prof. Sepp Riedmann macht sich für den Verbleib in der alten Volksschule stark. Hermann Unterberger als wortgewaltiges Sprachrohr, warf der Gemeinde Fehler in der Informationspolitik vor. “Man wird hier an einem Montag von Dingen informiert von denen kein Mensch vorher Bescheid wußte”, so Unterberger. Diesem entgegnete BGM Silberberger das auch der Gemeinderat aufgrund vieler Maßnahmen die zu treffen waren, erst wenige Tage vor dieser Versammlung die nötigen Unterlagen erhalten habe.
Viele Fragen blieben an diesem Abend unbeantwortet, hier wird es noch viele Gespräche brauchen, um ein zufriedenstellendes Projekt zu erstellen. Kritisiert wurde auch, das es für den Umbau nur ein Architekturbüro gibt, dies dürfte nach geltenden EU-Richtlinien wohl eher problematisch sein.
Das Resumee des Bürgermeisters nach der Sitzung wie es den weitergehen sollte: ” Nun, die Sache ist nicht ganz einfach, wir haben erst vor 3 Wochen das erste Projekt erhalten und konnten daher nicht früher an die Öffentlichkeit gehen”. “Das Modell im gesamten finde ich gut, auch wirtschaftlich gesehen ist es 1 A”. Auf die Frage hin ob dieser Gemeinderatsbeschluss nun fix sei, antwortet der Gemeindechef: ” Ob dies so bleibt, darauf möchte ich mich nicht festlegen, ich auf alle Fälle strecke meine Hände für weitere Gespräche und gute Zusammenarbeit aus”.
Eine Chance für was neues und grundsätzlich mutiges sieht Bäckermeister Peter Thaler, zugleich Obmann des Wirtschaftsbundes Wildschönau. “Im ganzen Tal wird gejammert es passiert nichts, dann macht man was und letztendlich wird der Gemeinderat dafür kritisiert”, sagt Thaler. “Ich finde auch die Idee der Wohnbaugesellschaft ist gut und ein faires Angebot, Eigentümer bleibt die Gemeinde und auch der Kostenfaktor spielt dabei eine entscheidende Rolle”. “Wir sollten dem jungen Gemeinderat eine Chance geben etwas neues zu wagen, es ist dies ein Entschluß von enormer Tragweite und dieser sollte durchaus in einer neuen, modernen Architektur die Zukunfstweisend ist, realisiert werden”, so der Wirtschaftsbundobmann.
Bevor also die ersten Baumaßnahmen in Sachen Gemeindeamt Neu in Angriff genommen werden können, wird in der Wildschönau noch viel Krautinger getrunken, soviel dürfte nach diesem gestrigen Abend wohl feststehen. Es sei den, der Gemeinderat “fährt” über das Volk drüber, aber soweit wird’s sicher nicht kommen, dazu halten die Wildschönauer doch wieder viel zu gut zusammen.
Bin leider gestern nicht zu Wort gekommen, da ich im hinteren Bereich der Versammlung war. Ich finde das Projekt nicht schlecht, die Gemeinde hat eine Lösung für beide Gebäude und haben sich auch Gedanken über die Kosten gemacht. Ich verstehe, daß der eine oder andere vielleicht aus persönlichen Gründen eine starke Bindung zur alten Volksschule hat, aber das Gebäude bleibt ja bestehen, wird nur anders genutzt!! Starterwohnungen, betreutes Wohnen sind sicher Dinge die wir in der Wildschönau dringend benötigen. Ich finde wichtig ist die Standortfrage definitiv zu klären, dann kann man über die Planung sprechen und das Projekt sicher noch überarbeiten. Ob das neue moderne Gebäude in das Ortsbild passt, dazu muß ich sagen, wir haben in Oberau schon mehr wie genug gewöhnungsbedürftige Objekte (Raika, Sparmarkt an einem der schönsten Plätze von Oberau, ein Wiener Landhaus in Thierbach usw.) Man sollte offen für etwas neues sein, aber auch das bestehende erhalten. Und eines sollte uns auch noch klar sein, wir haben den Gemeinderar gewählt, dieser hat fast einstimmig für den neuen Standort gestimmt, wenn wir jede Entscheidung des Gemeinderates in Frage stellen….brauchen wir dann einen Gemeinderat….???
Geschrieben am 19.07.2011 um 07:12 von Gerhard Riedmann
Diese beeindruckende Präsenz und das Interesse der Wildschönauer Bevölkerung sollte dem
Gemeinderat schon zu denken geben, zumal sich die Zuhörerschaft wohl auch
zu einem überwiegenden Teil aus Befürwortern des Standortes “Volksschule Alt” zusammengesetzt hat.
Die Präsentation warf auch mehr Fragen auf als sie diese hat beantworten können.
Man kann sich auch des Eindruckes nicht verwehren, daß es schon im Vorfeld der Projektprüfung
Präferenzen in Richtung Standort Postamt gab und diese auch dem Architekten wohl auch unmißverständlich mitteilte.
Insbesondere zeigen dich die größten Diskrepanzen im teilweise nicht zulässigen Vergleich der
beiden Standorte sowie der Nichtberücksichtigung relevanter Kostenanteile.
Trotz alldem war es ein spannender Abend mit fairen Diskussionsbeiträgen.
Geschrieben am 19.07.2011 um 07:56 von Peter K.
Kann es sein daß Herr Wurzer ein
Schuh-Schachtel-Fabrikat ist?
Geschrieben am 19.07.2011 um 09:47 von Jos Sandbichler
Servus
Gestern um 22.15 war alles zum Projekt von Doktor Richard Lanner und von Sabine Bachmann gesagt.
Danach ging ich auch heim.
Es dauerte aber viel länger der Punkt2 was auch richtig
war oder nicht?
Jetzt noch auf die Frage von Gerhard wegen den Gemeinderäten.
Diese sind Vertreter des Volkes und sollten auch so handeln, wie in der “großen”Politik.
Und ich bin Überzeugt davon das diese vor ihrer Entscheidung nicht auf die Stimmen im Volk oder auf die Stimmen die sie wählten hörten.
Weil woher kommt sonst, das so viele für die Volkschule sind. Und der Architekt ist sicher gut. Aber für meine Verhältnisse plant er zu teuer. Freitragende Decken, Holzfassade und kein Vordach ( Museum “Boch” 300.000,– für eine “Hoizschupf” Anbau) Ich kann mir keinen Ferrari wünschen wenn ich nur Geld für einen Golf habe.
Gruß Josef
Geschrieben am 19.07.2011 um 10:45 von Klingler Josef
Antwort zu Gerhard: Die Raiffeisenbank hat aus dem von einem Innsbrucker Architekten geplanten Gebäude der „Raika“ in der Ortsmitte von Oberau versucht, durch den Kauf und mehrere kostspielige Umbauten das Bestmögliche zu machen.
Da gibt es viele andere Bausünden in der Wildschönau, bei denen man den Eindruck hat, es gäbe keine Bau-bzw. Raumordnung bei uns im Vergleich zu Alpbach.
Meinung zu Gemeinderatsbeschluss: Der Polizei- u. Beamtenstaat Österreich allein wird von zu vielen Beamten verwaltet. Von einer Verwaltungsreform wurde bisher nur geredet. Die über 50 Tsd. Beamten der unseligen EU leben in Saus und Braus, sind schlecht organisiert, eine einfache Sekretärin bekommt 2.550 Euro Netto, der höchste Steuersatz ist 12% und eine ausufernde Bürokratie versucht alles zu regeln und behindert damit die Wirtschaft in Europa. Das Jahresbudget 2012 der EU beträgt 147,4 Mrd. Euro für Verpflichtungen: rechtliche Verpflichtungen zur Bereitstellung von Mitteln, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind und 132,7 Mrd. Euro und für Zahlungen: Barzahlungen oder Banküberweisungen an die Begünstigten
Die EU und die EZB tragen jedenfalls sehr viel zur Verschuldung der Öffentlichen Haushalte bei und sind Inflationsantreiber.
Im Abkassierer Staat Österreich muss das Volk wegen der Verschwendungspolitik den Gürtel immer enger schnallen. Nur die Schweiz, Norwegen, Liechtenstein, Luxemburg und einige neue Oststaaten sind nicht überschuldet.Auch 7 von 10 Gemeinden in Österreich sind verschuldet.
Wenn man dem Volk kein Geld für Investitionen und Konsum lässt, kann die Wirtschaft nicht funktionieren.
Österreich hat bereits eine der höchsten Steuer- u. Abgabequoten.
Trotzdem suchen unsere Wahl- Politiker immer noch nach neuen Einnahmen und sparen nicht!
Die Einnahmen aus dem Tourismus gehen besonders in der Wildschönau zurück und damit werden auch die anderen Gewerbebetriebe es schwerer haben.
Daher muss auch die Gemeinde sparen und muss an die Bürger denken, und zwar auch wegen der ansteigenden Inflation, die viel höher ist, als uns dies das statistische Zentralamt mitteilt.
Es gibt in der Politik zwei Denkungsweisen:
1. Einen ordentlichen Haushalt
2. Schulden, weil diese ohnedies niemand mehr zurückzahlen wird.
Die Gemeinde hat auch viele andere Aufgaben, als dies bisher geschehen ist und zwar die gerechte Verteilung der Mittel an alle Bürger u. darf nicht nur Häuser bauen, deren Erhaltung in der Zukunft viele Kosten verursachen wird.
Ich nenne nur Freizeiteinrichtungen, Kinderspiel-plätze, Blumenschmuck, Wege und insbesondere der Weg nach Mühltal. Wir können uns mit den umliegenden Gemeinden in diesem Bereich nicht mehr vergleichen.
Meiner Meinung nach darf beim Alten Posthaus nur das notwendigste umgebaut werden ( Dacherneuerung und Umbau des Parterres. Es soll ein Vereinshaus bleiben: Nutzung durch Schützengilde, Polizei, Chöre, Sturmlöda, Krabbelstube, andere Vereine, Wohnung u.s.w.?
Die Zusammenlegung der Feuerwehr Oberau und Dorf hat mit beiden Gebäuden direkt nichts zu tun, außer dass im Posthaus weitere Flächen für andere Nutzung (z. B. Musik) frei werden. Es hätte schon immer eine Konzentration der Feuerwehrgebäude in unserem Hochtal erfolgen müssen!
Der Parkplatz beim alten Postamt wird von den vorher genannten Bewohnern des Hauses, den Kirchengehern, Altersheimbesuchern, Schifahrern und Tirolerhof Gästen genutzt. Es wäre unfair, wenn die Gemeinde diesen Parkplatz selbst nutzen will. Die Gemeinde hat zuerst für die Bürger da zu sein.
Alte Volksschule: Warum denkt man nicht an einen kostengünstigen Umbau des bestehenden Gemeindeamtes und Errichtung eines Liftes in schönster u. ruhiger Lage.
Sicher entstand die unselige Idee eines teuren Umbaus/Neubaus nicht in den Köpfen des Gemeinderates sondern aufgrund einer Idee der Architekten, die ja bekanntlich von der Höhe der Bausumme profitieren.
Es wäre daher vorerst nur ein Durchbruch der Mauer in die frühere Volksschule und die Errichtung eines Liftes notwendig. Wegen dieser Baumaßnahme wäre eine Umsiedelung des Gemeindeamtes nicht erforderlich.
Ein Parkplatzproblem beim jetzigen Gemeindeamt Kirchen, Oberau 116 ist derzeit nicht gegeben, sonst müsste eventuell eine Tiefgarage errichtet werden.
Ich habe keine Ahnung, wie viele Verwaltungs- Beamte in unserer Gemeindeverwaltung in Zukunft notwendig sein werden. Die Gemeindeangestellten in der Verwaltung müssen aber ordentliche Büroräume bekommen!
Womöglich kommt es zu einer Zusammenlegung von Gemeinden auch in Tirol?
Sollte sich unsere Gemeinde wirklich für „Betreutes Wohnen“ interessieren, könnte auch das Bergland am Lenzweg (schöne Lage, ausreichend Parkplatz) vom Masseverwalter günstig erworben und umgebaut werden, sonst bleibt dies womöglich eine weitere Bauruine.
Geschrieben am 19.07.2011 um 10:53 von Hans
Nach der gestrigen öffentlichen Gemeindeversammlung sind vor allem wegen der geplanten Umsiedlung der Gemeinde in das “Posthaus” die Wogen hochgegangen. Die Nutzung des alten Gemeindehauses mit der gemeinnützigen Wohnbaugesellschaft “Tiroler Frieden” ist eine Chance den kostenintsiven Umbau zu minimieren und für sinnvolle Wohnbauzwecke ( Starterwohnungen, Singlewohnungen, ev. betreutes Altenwohnen…) zu verwenden. Das eine kostendeckende Vermietung dieser Wohneinheiten ebenfalls durch die “Tiroler Frieden” geregelt wäre ist aus meiner Sicht ebenfalls zu begrüßen, sollte dies über die Gemeindestube ablaufen würde dies einen erheblichen Arbeits und Kostenaufwand bedeuten. Nachdem es uns aber nicht gelungen ist, die Bevölkerung vom geplanten Projekt ” Gemeindeamt NEU – Postareal ” zu überzeugen, ( und uns der Kopf gewaschen wurde) werden wir im Gemeindrat sicher über die Aufhebung des gefassten Beschlusses ” Übersiedlung – Standort Post) diskutieren. Ich bin gerne dazu bereit, vielleicht kann die Gemeindestube ja doch an Ihrem angestammten Platz bleiben, d.h. EG und 1.OG und möglicherweise wäre die Wohnbaugesellschaft “Tiroler Frieden” bereit sich an der Finanzierung und Vermietung der oberen 2. Stockwerke zu beteiligen. Somit wäre ein kostengünstigerer Umbau möglich und das Wohnangebot könnte verbessert werden. Natürlich gibt es auch dazu eine Viezahl an offenen Fragen und Vorstellungen die es alle zu berücksichtigen gibt.Gerne bin ich bereit mit meinen GR- Kollegen/inen in einer Arbeitsgruppe bei der auch die ” Rebellen ” ( nicht böse gemeint!) um Dr. Richard Lanner mitarbeiten zu wünschen an einer gesunden Lösung zu basteln die finanzierbar ist, Weitblick hat und den Nerv ( nicht das zritte Aderl) der Wildschönauer Bevölkerung trifft.
Geschrieben am 19.07.2011 um 10:59 von Gottfried Klingler
Danke den vielen Zuhörern und Diskussionsrednern für`s
Kommen. Das grosse Interesse ist eine klare Botschaft für
ein Überdenken des bisherigen Projekts und eine Zusammen-
arbeit im Sinn einer bestmöglichen Lösung für die Gemeinde. Dies wurde vom Bürgermeister auch in Aussicht
gestellt.
Geschrieben am 19.07.2011 um 11:17 von Dr.Richard Lanner
Dass einzige was klar hervorgegangen ist war dass angestrebte Ziel die Übersiedelung zum Posthaus.Über den langen “Rattenschwanz”was dieses Projekt nach sich zieht(Feuerwehr,Aussiedelungen usf.)wurde kaum bis gar nicht aufgeklärt.Ich glaube dass man auch diese nachträglichen Kosten nicht bezieffern will oder kann.aber es wird wenigstens nachgedacht,ein kleiner Erfolg.
Geschrieben am 19.07.2011 um 13:19 von hermann
Ganz egal, ob die Entscheidung vom alten und auch neuen Gemeinderat richtig oder falsch war, jedoch bin ich der Meinung, dass es nicht der richtige Weg ist, wenn man kurz vor einer öffentlichen Gemeindeversammlung mit einem Postwurf die Bevölkerung gegen eine bestimmte Sache aufhetzt. Dementsprechend dann auch die Kommentare. Wir wissen auch noch nicht welche Beträge uns in Zukunft auf den Kopf fallen, sei es Gesundheit, Krankenhaus, Altenheim, Altenbetreuung und dergleichen, und hier handelt es sich lediglich “nur um ein Gebäude”. Ziel vom neuen Gemeindeamt soll schon auch sein, dass der dazugehörige Betriebsablauf in den nächsten Jahrzehnten gesichert ist.
Und ganz am einfachsten ist es, immer bei einer Versammlung zu schreien, sich aber selber, sei es im Gemeinderat und dergleichen, nicht zur Verfügung zu stellen.
Geschrieben am 19.07.2011 um 13:29 von hartmann
ich finde das neue Gebäude , passt überhaupt nicht in das Ortsbild der Oberau. Kann das nicht mehr im Tiroler Stil gebaut werden? Muss es immer so modern sein?, viele Gäste kommen wegen der schönen Landschaft zu uns und der schönen Tiroler Holz Häuser!!
Geschrieben am 19.07.2011 um 16:57 von Maria M.
Fortschritt tut ja so weh. Verstehe ich schon…
Geschrieben am 19.07.2011 um 18:19 von Jungbürger
Ich möchte mich speziell bei Dr. Richard Lanner bedanken für sein engament in der gemeinde und sein bemühung den gemeinderat darauf aufmerksam zu machen das ihr beschluss zum “Postkasten” umbau gegen den willen des grössten teil der bevölkerung geht.
ich glaube auch das es dem einen oder dem anderem gemeinderat erst gestern abend klar geworden ist welch ein grosser wiederstand in der Wildschönauer Bevölkerung (deren Meinung die gemeinderäte eigentlich vertreten sollte) vorhanden ist.
ich bin überzeugt das wir mit dem rainer einen ausgezeichneten bürgermeister haben, ich hoffe aber auch das er jetzt gesehen hat das, dass der grösste teil der wildschönauer/innen (deren meinung er auch bis jetzt immer gut vertreten hat)in dieser sache nicht seiner meinung sind
das kommentar vom Foischinga finde ich ist sehr zu begrüssen! 
ich finde nicht das der postwurf zum aufhetzen der bevölkerung gedacht war!!!!!!!!! es war eher ein dank an den bürgermeister für seine ankündigung das er, nichts gehen den erklärten willen der bevölkerung unternehmen wird.
p.s. was ich aber überhaupt nicht in ordung gefunden habe ist das viel leute die zu wort kommen wollten nicht zu einem mikrofon gekommen sind!
Geschrieben am 19.07.2011 um 18:50 von michael weißbacher
enschuldigung es sollte natürlich engagement und nicht engament heissen
Geschrieben am 19.07.2011 um 18:54 von michael weißbacher
Nach der gestern meines Erachtens durchaus fair verlaufenden Diskussion um die beiden Gebäude möchte ich trotzdem noch kurz ein paar Gedanken anbringen
Wie ich schon gestern eingangs gesagt gibt es bei diesem Projekt nur ein Miteindander und kein Gegeneinander
Es darf keinen Verlierer und keinen Sieger geben.
Am Ende der Diskussion und bei Baubeginn sollten alle das Gefühl haben die richtige Entscheidung zum Wohl der Gemeinde Wildschönau getroffen zu haben.
Es geht auch um keine persönlichen Sentimentalitäten sondern nur darum,die bestmögliche Lösung über viele weitere Jahre zu suchen und zu finden.
Von einer Hetzkampagne kann wohl keine Rede sein.
Ich bin der letzte der nicht zu Kompromissen bereit ist.
Doch bei einem solchen Projekt in dieser Größenordnung und Tragweite müssen alle Für und Wider`s genauesten abgeklärt und durchdiskutiert werden.
Leider blieben gestern doch viele Fragen offen.
So hoffe ich auf eine konstruktives Miteinader für die bestmögliche Lösung in dieser Angelegenheit und bedanke mich beim Bürgermeister Rainer Silberberger für die ausgestreckte Hand zu weiteren Gesprächen.
Euer Dr.Bachmann Michael
Geschrieben am 19.07.2011 um 20:58 von Dr.Bachmann Michael
Hallo Hartmann!
Ob die Entscheidung “Altes Gemeindeamt” oder “Posthaus” richtig ist, wird sich erst in den nächsten Jahren zeigen! Das habe ich auch mit Rainer besprochen. Momentan bin ich mit dieser Lösung, die uns gestern der Gemeinderat vorgestellt hat, nicht einverstanden. Aber mit dieser Meinung bin ich nicht allein, sondern der Großteil der Gemeindebürger zeigte sich gestern vom geplanten Projekt entsetzt!
Auch hat der Postwurf die Bevölkerung nicht “aufgehetzt”, sondern nur eingeladen, an einer (vom Gesetz her vorgeschriebenen) öffentlichen Gemeindeversammlung teilzunehmen, da in der letztwöchigen Gemeindezeitung ein sehr spärlicher Platz dafür genehmigt wurde.
“Es handelt sich nur um ein Gebäude”: Auch Du bist sicherlich in Deinem Hotel bemüht, dass die Architektur Deines Hotels sich in die Wildschönau einfügt und sich Deine Gäste in einer stimmig gehaltenen Atmosphäre wohlfühlen. Nichts anderes wollen die vielen Gemeindebürger, die sich gegen die Variante (GANZ MODERN) des Herrn Architekten Wurzer ausgesprochen haben, auch nicht !!
Und diese sind “Dauergäste” in der Wildschönau!
“Nix fi u’guat” und vielleicht auf a Bier bei Hausl,
Ried Hermann
Geschrieben am 19.07.2011 um 22:15 von Hermann Unterberger
Hallo Hermann,
als ich meine Zeilen geschrieben hab, hab ich deinen Bericht noch gar nicht gelesen denn es war fast zeitgleich und wurde dadurch zufällig hintereinander gereiht. Mit dem “es handelt sich nur um ein Gebäude”, hab ich das alte Gemeindeamt gemeint, das nur anders genutzt wird. Das war nur meine Meinung und ich wollte auch niemanden persönlich angreifen.
Gerne auf ein Bier bei Hausl
Geschrieben am 20.07.2011 um 08:25 von hartmann
Ich find es schade, das für den ersten Teil und auch teils für den zweiten so viel Zeit “verplempert” wurde. Die vielen Leute kamen nicht deswegen!! Es sollte auch Hofer-Gustl die Möglichkeit kriegen seine Vorstellungen über die Planung für die Volksschule öffentlich zeigen zu dürfen. Geniale Parkplatzlösung !
Geschrieben am 20.07.2011 um 09:41 von Kethi Toimüh
Jagt doch den Wurzer aus dem Tal!
Er hat den Gemeinderat mit falschen Zahlen zu einer unglückseligen Entscheidung verleitet und will uns jetzt auch noch ein, an dieser Stelle, unpassendes Gebäude vor die Nase setzen.
Offensichtlich versteht er auch wenig vom Holz, denn eine ungeschützte Holzfassade hält keine 20 Jahre,
dann hat er aber sein Honorar schon verbraucht und ist nicht mehr zur Verantwortung zu ziehen.
Gott sei Dank ist bei der Gemeindeversammlung klar geworden, dass sich die Wildschönauer sooo etwas nicht gefallen lassen.
Die guten Ideen des Projektes “Altes Schulhaus” (betreubares Wohnen, Starterwohnungen)haben auch in den oberen Stockwerken Platz.
Unter Einbindng der Gemeindeangestellten lässt sich sicher auf einer Ebene ein ideales, modernes Gemeindeamt planen, in dem auch der Bürgermeister ein repräsentatives Büro erhält.
Dieser Umbau kommt deutlich billiger,weil die funktionierenden Räume überhaupt nicht verändert werden müssen.
Das schöne,neue Standesamt von diesem optimalen Platz an laute Hauptstrasse zu verlegen, empfinde ich als Schildbürgerstreich und Verschwendung unserer Steuergelder.
Jeder Unternehmer, der einen Umbau selbst finanzieren muss, würde sich freuen, wenn er sein Ziel so günstig erreichen kann.
Auch für die Parkplätze hat sich eine günstige Gelegenheit ergeben: von der Zufahrt zum Neubau Ladstätter können auf der Höhe des rückseitigen Eingangs ausreichend Parkplätze,und somit ein barrierefreier Zugang zum Gemeindeamt geschaffen werden.
Unser Einsatz ist nicht gegen den Bürgermeister oder den Gemeinderat, sondern f ü r die Wildschönau.
Geschrieben am 20.07.2011 um 15:10 von Dr Toni Weissbacher
Hallo zusammen,
schade, dass die Diskussion an Sachlichkeit zu verlieren scheint. Architekten machen Ihren Job und deren Planungsergebnisse können nur subjektiv beurteilt werden. Dem einen gefällt ein Kubus, der andere mag den Landhausstil. Was letzten Endes umgesetzt wird, entscheidet der Bauherr.
Ich finde, es sollte eine offene und respektvolle Entscheidungsfindung mit allen Beteiligten angestrebt und gepflegt werden. Dies würde für die Zeit danach gut tun.
Mit besten Grüßen
Josef Naschberger
Geschrieben am 21.07.2011 um 07:30 von Naschberger Josef
zum Thema Sachlichkeit: 1.) der Vorwurf geht dahin, daß
Arch.Wurzer von vorn herein die Schienen in Richtung
Posthaus gelegt hat, nicht bedenkend, dass dieser PLATZ
wovon ein grosser Teil der Bevölkerung überzeugt ist,
für ein Gemeindezentrum NICHT geeignet ist. 2.)sind die
vorgelegten Zahlen mehrfach geändert worden und einseitig zu Ungunsten des Ausbaues der Alten Volks-
schule geschönt.
3.) in dieser verfahrenen Situation hat der Architekt
zuletzt einen Bau mit grossem Holzanteil präsentiert.
Holzfachleute sagen, dass nicht durch ein Vordach geschützte Holzfassaden in Zukunft ständige Probleme
verursachen. 4.)die Architektur hat sicher Befürworter
das Problem bleibt aber ein 13 Meter hohes Haus an
diesem exponierten, vom Verkehr eingeschlossenen Platz.
Geschrieben am 21.07.2011 um 09:21 von Dr.Richard Lanner
Liebe WildschönauerInnen und Freunde der Wildschönau!
Ich möchte mich nun auch zu Wort melden, nachdem meine Person, Architektur und Aussagen mehrfach angesprochen wurden:
- Architektur liegt im Auge des Betrachters und dessen kulturellen Verständnis und kann somit nicht verallgemeinert werden. Meine Planung für das Gemeindeamt in Walchsee wurde anfangs auch kritisch hinterfragt. Die konstruktive Zusammenarbeit und innovative Aufgeschlossenheit des Gemeinderates und der Gemeindebürger haben dieses Bauwerk jedoch ermöglicht und die anfängliche Kritik ist einer breiten Zustimmung innerhalb der Bevölkerung gewichen.
Das Beispiel der Schulerweiterung in Rattenberg meines Kollegen Daniel Fügenschuh hätte eine Präsentation vor einem solchen Publikum wie vergangenen Montag wohl auch nicht überstanden. Heute wird das Gebäude jedoch zunehmend als wertvoller, moderner Akzent in einem historischen Ambiente geschätzt.
- Meine Kostenberechnungen entsprechen den jeweiligen Planungsständen und ich weise den Vorwurf zurück, dass die Zahlen geschönt sind. Die Kalkulation ist nachweisbar und nachvollziehbar, und ich bin gerne bereit, diese im Detail zu erläutern.
- Die Architektur des Gemeindeamtes im Posthaus war bei der Präsentation ein Projektstand und keine abgeschlossene Planung. Die Wahl der Materialien und die Platzgestaltung vor dem Posthaus sind wesentliche funktionelle und gestalterische Themen, die es infolge noch richtig zu lösen gilt.
- Generell möchte ich festhalten, dass ich mich sehr mit unserer Tradition auseinandersetze und all meine Bauten dieser Respekt zollen. Wenn man sich mit Architektur beschäftigt, und sich ein Bild über die Entwicklung der Architektur im Alpenraum macht, kann man erkennen, dass Tradition mehr bedeutet, als die bloße Nachahmung von Gebäudeumrissen. Tradition steht nicht für Stillstand im Umgang mit ehrlicher, gewissenhafter und visionärer Auseinandersetzung mit Neuem.
Ein namhafter wie ehrenhafter Wildschönauer hat unmittelbar nach der Präsentation meinen Entwurf zum Postgebäude als genial bezeichnet und mir eine breite Zustimmung angedeutet – wenn auch mit der Bemerkung, dass der Platz den Wildschönauern bis dato verhasst sei. Aber gerade dies stellt die Herausforderung und den Auftrag dar, dafür eine gute, gemeinschaftliche und zukunftsweisende Lösung zu finden.
Das Gesamtkonzept ist für mich sehr überzeugend, da es wichtige soziale Einrichtungen einer Gemeinde bei einer maximalen monetären Verwertung des wertvollen Baubestandes der alten Volksschule ermöglicht. Gleichzeitig stellt der Neubau des Gemeindeamtes im Posthaus für die Wildschönau ein einmaliges Potential dar, ein derzeit zum Teil leerstehendes Gebäude in ein zukunftsorientiertes, bürgerfreundliches, barrierefreies Zentrum an einem lebendigen Platz mitten in Oberau umzugestalten.
Ich darf die erste, herzhafte Bemerkung eines jungen Wildschönauers zu meinem Entwurf erwähnen, der gerade sein Praktikum in meinem Büro absolviert: “Endlich bekommen wir einen Dorfplatz!”
Ich schätze die weitblickende und mutige Offenheit eures Bürgermeisters und Gemeinderates, und jener BürgerInnen und Freunde der Wildschönau, die für das Projekt (aber nicht zu Wort gekommen) sind.
Geschrieben am 22.07.2011 um 20:56 von Josef Wurzer
Verstehe nicht, warum manche Leute jetzt gegen den Architekten so scharf schießen. Dass dieser seine Arbeit macht, wenn er von der Gemeinde beauftragt wird, ist doch völlig klar!
Diese Kritik müsste da schon an den Gemeinderat gehen, der die Planung/Konzept direkt an Herrn Wurzer vergeben hat anstatt es wie üblich auszuschreiben oder wie wie oben schon erwähnt einen Wettbewerb zu machen …
Geschrieben am 23.07.2011 um 08:57 von Alexander Fill
Dank an unsere Gäste, Herrn Detlev Müller und
Herrn Hans-Peter Daum, für ihre treffenden Beiträge
zu diesem Blog.
Geschrieben am 23.07.2011 um 09:03 von Dr.Richard Lanner
Hallo Herr Wurzer!
Es ist richtig, die Architektur liegt im Auge des “Betrachters” und die von dir vorgestellte Lösung Gemeindeamt Altes Posthaus wurde am Montagabend von ca. 800 Gemeindebürgern “betrachtet” und unmissverständlich von den Gemeindebürgern abgelehnt!
Zu den Kostenberechnungen schaut es momentan für den Gemeindebürger so aus im “Gemeindeamt Posthaus” wird immer teurer und teurer und die Variante “Gemeindeamt alte Volksschule” im Erdgeschoss und erstes OG bedeutend billiger, aber in der vorletzten Gemeindezeitung hat der Bürgermeister ausführlich und unmissverständlich darauf hingewiesen, dass die Kosten ein ausschlaggebender Punkt für die Standortwahl war. Dies aber zum jetzigen Zeitpunkt des Projektes aber nicht mehr zutrifft.
Zum Thema “Endlich bekommen wir einen Dorfplatz”
Einen Dorfplatz bekommt man nicht, weil ihn ein Archiktekt unbedingt will, sondern wie der Name schon sagt “PLATZ” und dieser ist für mich an dieser Stelle nicht erkennbar. In der Mitte des derzeitigen Parkplatzes ist die Zufahrt des Altenwohnheimes die im Winter teilweise zugeparkt ist, sodass im Brandfalle ein Feuerwehreinsatz nur bedingt möglich wäre, rechts davon privater Parkplatz Hotel Tirolerhof der jeden Zentimeter für sich benötigt und der Parkplatz links von der Zufahrt Altenwohnheim Großteil im Privatbesitz des Starchentbauer befindet und nur von der Gemeinde gepachtet ist und somit der Platz ein Parkplatz (Großteil Privatbesitz) ist und kein Dorfplatz!
Den namhaften wie ehrenhaften Wildschönauer den du angesprochen hast ist leider schon etwas in die Jahre gekommen und wird uns bei der Schuldentilgung wenig behilflich sein und mit “Genial” ist es wie mit der Architektur.
Trotz unserer unterschiedlichen Auffassungen schöne Grüße nach Rattenberg (kleinste Stadt Tirols) aus der Wildschönau (gleamst’n Kaepf Tirols)
Schönes Wochenende
Riad Hermann
Geschrieben am 23.07.2011 um 12:16 von Hermann Unterberger
Liebes Forum,
ich würde mich als “Zuagroaste” sehr freuen, wenn unser Gemeindeamt/Standesamt einen zentralen, überschaubaren Platz in Oberau finden würde. -> wer sucht schon das Gemeindeamt in einer Sackgasse? (spreche aus eigener Erfahrung)
Die Lage beim Postamt ist sehr zentral, man kann schnell ins Gemeindeamt was erledigen und die Kinder gleich von der Schule abholen oder Einkaufen gehen…
Bezüglich der Holzfassade, ich bewundere schon lange die tollen alten Holzhäuser mit ihren robusten Fassaden, die schon Jahrhunderte (nicht nur Jahrzehnte) überdauert haben.
Die alte Volksschule als betreutes Wohnen zu nutzen finde ich super, damit würde auch einem – in naher Zukunft absehbaren – Problem schon vorgebaut.
Das Standesamt, ein wunderschöner Raum, der nur seltenst genutzt wird, könnte als Vereinsraum sinnvoll zusätzlich genutzt werden.
Wir können aber auch die alte Volksschule teuer umbauen, das Posthaus in 5 bis 10 Jahren sanieren, in 15 bis 20 Jahren das selbe mit dem Feuerwehrhaus “Dorf”, d.h. ständig 3 Gebäude erhalten, sanieren, pflegen, oder
uns auf EIN neues, attraktives Gemeindehaus konzentrieren und die Mieteinnahmen von der alten Volksschule sinnvoll für uns Gemeindebürger nutzen.
Ein Lob an den Architekten, der sehr objektiv eine langfristige Lösung für das Gemeindamt gesucht hat.
Geschrieben am 23.07.2011 um 20:24 von Christine Maria
Verehrter Herr Architekt Wurzer, Genial ?? Ein 13 Meter
hohes Gebäude in dieser verkehrsmäßig unruhigen Lage,
Gemeinde-Agenden auf 4 Stockwerke verteilt — was ist da
genial ? Derzeit findet ein gelungenes Dorffest in
Oberau statt. Wo ? Im Zentrum. Wo ist das Zentrum ?
Bei der Alten Volksschule !
Beste Wünsche für Sie und schöne Grüße ….
Geschrieben am 24.07.2011 um 08:19 von Dr.Richard Lanner
Zur Architektur:Den Plan für den Umbau des Posthauses finde ich interessant, auch optisch gelungen.
Wirklich gute Archtektur berücksichtigt aber auch den Hintergrund und die Umgebung.
Da passt es überhaupt nicht!!!
Wir Wildschönauer müssten uns dieses überflüssige Haus für den Rest unseres Lebens, bei jeder Fahrt durch Oberau ertragen– eine Horrorvorstellung für mich!
Zu den Zahlen: Die Entscheidung für den Umbau Posthaus beruhte auf Kosten 1.500.000.- gegen 2.500.000.- für die alte Volksschule!
Jetzt sind die Kosten für das Posthaus bei 2.100.000.-
gegen 1.400.000.- für die Volksschule.
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Gemeinderat von einem ganz ausgewurzten Architekten in diese peinliche Situation gebracht wurde….
Baumeister Fuchs kann das Gemeindeamt unter Erhaltung der bereits renovierten Teile um weniger als 700.000.-
umbauen!(inclusive Lift)(aktuelle Kostenschätzung)
Die Oberen Stockwerke können (mit oder besser ohne die Frieden) für den angestrebten Zweck umgebaut und verwendet werden. Dass die dann angeblich erzielbaren Mieteinnahmen von 8.-Euro/m2 für ca 600m2 mehr als 50.000.- euro im Jahr ausmachen, sei für die kaufmännisch Denkenden mit den 8000.- Baurechtzins verglichen.
Dr Toni Weissbacher
Geschrieben am 24.07.2011 um 13:51 von Dr Toni Weissbacher
Geschätztes Forum!
Ich fühle mich gezwungen auf die Beiträge insoweit einzugehen, dass ich sachlich Bezug auf einige Äußerungen nehme:
- Die Gebäudehöhe von 13m ist korrekt. Ich gebe aber zu bedenken, dass beim bestehenden Schulhaus die Traufenhöhe ebenfalls 13m beträgt, die Firsthöhe sogar 17m. Diese Höhe dürfte sich vor 70 Jahren auch nicht in das damalige Ortsbild eingefügt haben – mittlerweile ist das Gebäude zu Recht zum Juwel erhoben. Der Tirolerhof misst eine Traufenhöhe von ca. 15m und eine Firsthöhe von 17,50m.
- Das von mir im Posthaus geplante Gemeindeamt ist nicht auf 4 Geschosse geplant, sondern auf 2. Im Erdgeschoss wäre das Standesamt vorgesehen, das, wie auf oben genannte Anregung, auch als Vereins- bzw. Mehrzweckraum genutzt werden könnte. Im 1. Obergeschoss bliebe die Polizei, und im 2. und 3. Obergeschoss befände sich künftig das Gemeindeamt. Die Räume und ihre internen Verbindungen zueinander sind mit den Gemeindebediensteten abgesprochen und auf deren Bedürfnisse abgestimmt. Die Barrierefreiheit ist gewährleistet.
- Bezüglich der immer wieder falsch genannten Kostenzahlen und der Vermischung von reinen Baukosten zu Gesamterrichtungskosten, bzw. Brutto- und Nettokosten, darf ich meine Kostenberechnungen wie folgt zusammenfassen:
Posthaus: Baukosten netto – € 1.400.000,-
Gesamterrichtungskosten netto – € 1.800.000,-
Gesamterrichtungskosten brutto – € 2.160.000,-
Diese Kostenschätzung hat sich seit Beginn meiner Planung nicht geändert, da sie sich auf Flächenangaben bezieht und diese unverändert blieben.
alte Volksschule: Baukosten netto – € 2.460.000,-
für den Gesamtausbau eines Gemeindezentrums inklusive ausgebautem Dachgeschoss, nach €/m³ berechnet.
Die Vorgabe der zulässigen Gesamterrichtungskosten gemäß Tiroler Wohnbauförderung für das alte Schulhaus als Wohngebäude betragen netto € 2.300.000,- inklusive ausgebautem Dachgeschoss, netto € 1.950.000,- exklusive ausgebautem Dachgeschoss (wie in meiner Planung präsentiert).
Meine tatsächlich ermittelten Gesamterrichtungskosten nach einer gewerkeweisen Kostenkalkulation bei schonendem Umgang mit der bestehenden Bausubstanz betragen netto € 1.462.000,-, (brutto € 1.755.000,-). Die Differenz zwischen den zulässigen Kosten laut Wohnbauförderung (netto € 1.950.000,-) und den von mir ermittelten Kosten (netto € 1.462.000,-) kommt dem Restwert des Gebäudes (netto € 488.000,-) gleich, welche der gemeinnützige Wohnbauträger an die Gemeinde bezahlen würde.
Die Räumlichkeiten im Erdgeschoss, welche die Gemeinde selbst nützen würde, würde von der gemeinnützigen Wohnbaugesellschaft errichtet und an die Gemeinde vermietet. Dadurch könnte sich die Gemeinde für die erforderlichen Umbaumaßnahmen die gesetzliche Mehrwertsteuer von 20% sparen.
Der Baurechtsmietzins, den die Gemeinde vom gemeinnützigen Wohnbauträger erhält, bezieht sich ausschließlich auf den Wert des Grundstücks für den die Gemeinde kein finanzielles Risiko einzugehen braucht. Natürlich stünde es der Gemeinde zu selbst als Bauträger aufzutreten. Dies würde zwar die Mieteinnahmen erhöhen, setzt jedoch voraus, dass die Gemeinde dann auch das gesamte finanzielle Risiko für das Projekt alleine zu tragen hat. Auch dies sei von den kaufmännisch denkenden zu berücksichtigen.
- Die genannte Kostenschätzung von Baumeister Fuchs kann sich keinesfalls auf die von mir angegebenen Wohn- bzw. Gemeinderäumlichkeiten beziehen, da meine Mengen- und Kostenangaben genau berechnet wurden. Wenn man Kostenzahlen nennt, dann soll man bitte auch unbedingt nennen, was sie alles beinhalten.
- Ich möchte diesem Forum mitteilen, dass ich mich neben der Architektur auch mit kommunaler und regionaler Weiterentwicklung beschäftige und zur Zeit öffentliche Aufträge im Kleinwalsertal und Vinschgau (Glurns, Schlanders, Meran) in Partnerschaft mit einem Immobilienentwicklungsbüro bearbeite, wie dies auch in Rattenberg (Umbau ehem. Gasthof Post, Malerwinkel) der Fall war. Wenn auch die Zusammenarbeit in gewisser Weise kontroversiell war/ist, hat sie sich jedoch immer damit beschäftigt, was authentisch ist und den Menschen am Herzen liegt.
Mein Auftrag von der Gemeinde Wildschönau besteht darin, nach den Vorgaben der Zweckmäßigkeit, Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit prinzipielle Möglichkeiten für das Gemeindeamt aufzuzeigen und gegenüberzustellen. Aus diesem Grund verstehe ich die scharfe Kritik einiger weniger meine Person bzw. Arbeit betreffend nicht.
Geschrieben am 24.07.2011 um 18:17 von Josef Wurzer
Ich habe heute alle Beiträge gelesen und von Beitrag zu Beitrag wuchs das Bedürfnis, noch ein Kommentar zu schreiben. Mit dem letzten Schreiben von Dr. Weißbacher wurde ein wesentlicher Punkt angesprochen. Wenn das Gemeindeamt im Posthaus errichtet wird kostet dies 2,1 Mill. € und man hat nur ein modernes Gemeindeamt. Erweitert man das Gemeindeamt in der alten VS kostet dies 0,7 Mill. €. Ein Gemeindeamt im Postamt zwingt aber zur Errichtung oder Erweiterung des Feuerwehrhauses im Dorf und zur Schaffung von Vereinsräumen zusätzlich. Diese Kosten müssen doch auch ermittelt und dem Posthaus zugerechnet werden. Man wird dann wohl bei 3,5 Mill. € landen. In allen Beiträgen ist untergegangen dass der Verein “Frieden” das Schulhaus zur Gänze kaufen muss, dafür ca 400000 € bezahlt und dann jährlich ca. 9000 € als Pacht für den Grund bezahlt. So sieht es ein Baurechtsvertrag vor. Sollte die Gemeinde das Parterre selbst nutzen, muss dieses gemietet werden. Die Miete könnte jährlich vielleicht mehr als 9000 € betragen. Es bleibt dann unterm Strich dann nichts mehr und das 50 Jahre lang. Weiter, die Geminde bekommt das Gebäude nach 50 Jahren nicht geschenkt, sonden es muss um ein Viertel des Wertes zurückgekauft werden.
Wenn manche Gemeinderäte hervorheben, dass sie kaufmännisch denken kann ich dies einfach nicht nachvollziehen, ein kaufmännsches Denken ist es doch nur dann, wenn das Gemeindeamt in der VS bleibt sonst, kann ich nicht mehr rechnen geschweige denn kaufmännisch denken.
Im Altenwohnheim hat die Gemeinde 5 Wohneiheiten für betreutes Wohnen geschaffen. Warum sollte die Geminde nicht auch auf eigene Kosten Wohneinheiten in der VS schaffen können? Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Wohnbaugesellschaft nicht “kaufmännisch” denkt.
Geschrieben am 24.07.2011 um 19:14 von Naschberger Toni
Ich war leider auswärts und konnte an der Versammlung nicht teilnehmen, obwohl es mich interessiert hätte. So kann ich mich nur an den vorliegenden Beiträgen usw orientieren und ich hoffe stark, dass Bürgermeister und Gemeinderat im Sinne der Gemeindebürger die für die Gemeinde auf längere Sicht kostengünstigste Variante wählen. Wenn nun im Leitbericht steht, dass der Großteil der Wildschönauer gegen das Projekt ist, kann ich das nicht nachvollziehen. Sollten nun tatsächlich ca. 800 Personen anwesend gewesen sein, was ich bezweifle, so sind dies sicherlich nur ein Teil der wahlberechtigten Wildschönauer und es waren sicherlich nicht alle bei der Diskussion anwesenden Personen gegen das Projekt. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Bürgermeister und Gemeinderat bei ihren Beschlüssen so daneben stehen, zumal sie sicher über mehr Informationen verfügen. Es sind jedoch manchmal Maßnahmen nötig, die nicht so populär sind und doch zum Wohl der Bürger erfolgen.
Das Schlimmste, was passieren könnte, wäre eine Sachlage wie beim Bau der Volksschule Niederau. Nach meinen Informationen wurde die mitfinanzierende Gemeinde Hopfgarten beim Bau des Kindergartens Niederau von einem Wildschönauer Gemeinderat (ist auch jetzt leider wieder im Gemeinderat)- aus welchen Motiven auch immer – über die ungeplante Erhöhung der Baukosten nicht oder nur unzulänglich informiert. Reaktion der Gemeinde Hopfgarten war dann, dass beim Bau der VS Niederau eine Mitfinanzierung eines Stockwerkes über den Schulräumlichkleiten verweigert wurde. Hier hätten mit relativ geringen Kosten Räumlichkeiten geschaffen werden können, die von Vereinen ect. benutzt hätten werden können. Dies unterblieb dann jedoch durch das kleinkarierte Kirchturmdenken eines Gemeinderatsmitgliedes.
Es wäre einfach anzustreben, dass eine für die Bürger der Wildschönau akzeptable Lösung gefunden wird, die das Gemeindebudget – insbesondere auf längere Frist gesehen – so wenig wie möglich belastet. Es fällt immer wieder auf, dass Bürger an die Gemeinde nur Forderungen stellen, sich jedoch offenbar nur wenig Gedanken über die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde machen.
Geschrieben am 24.07.2011 um 20:05 von Johann Rabl
Guten Abend,
Wenn “Nicht Anwesende” an der Gemeindeversammlung die Teilnehmerzahl der Gemeindebürger in Frage stellen.
Werden wohl auch “Anwesende” den “Standort”, “Architektur” wohl auch in Frage stellen dürfen. Wobei sich die Frage der Architektur erübrigt, weil es bereits am Standort scheitert.
Ich hoffe die Botschaft der Gemeindebürger wird in der morgigen internen Gemeinderatssitzung berücksichtigt!
Übrigens tuat ma etz oft longsom da Mog’n wea fa dea schreiberei, bei da Vasommlung sens nid do, oda bringan des “Mündchen” nicht auf (Papp’n sogn ma nid) owa zan Nochekoscht’n wans wieda leicht sovö!
PS:Bitte nächstes Mal Anwesend sein, Mitreden, sich miteinander Gedanken machen für eine gute, sinnvolle Lösung dieser Projekte, denn es geht uns ALLE an!
Gute Nacht
Riad Hermann
Geschrieben am 24.07.2011 um 21:28 von Hermann Unterberger
Nach so einer Flut von Komentaren will ich auch meine
Meinung äussern.Ich muß unseren Herrn Bürgermeister bewundern,dass er bei so viel Rebellion noch die Ruhe
bewahrte. Nun zur Sache: Meiner Meinung nach sollten nur
die Räume, in denen die Post war, umgebaut werden- Krabbelstube,ec.
Beim Gemeindehaus könnte die Aussenstiege wegkommen,
weil im Haus noch ein Stiegenaufgang ist,und wenn das WC-Häuschen wegkommt,gibt es auf der Ostseite zusätzliche Parkplätze.Es wäre aber gut, wenn im Erdgeschoß
ein behindertengerechtes,öffentliches WC wäre.
Was das Standesamt betrifft:Es ist vor dem Gemeindeamt
so nett, wenn eine Trauung stattfindet. Schön gedeckte
Tischchen laden zum Sektempfang ein und dank
der Sackgasse ist kaum Verkehr (auch positiv für kleine
Kinder) Ich wünsche dem jungen Gemeinderat,einschl.Bürgermeister, alles Gute
und hoffe, dass sie sich in diesem Fall der Mehrheit beugen. weissbacher Wetti.
Geschrieben am 25.07.2011 um 20:40 von Barbara Weissbacher