Sebastian Vettel und der Wildschönauer Bäckermeister Peter Thaler
Nun, sein “Brötchen-Geber” ist er zwar nicht, der Bäckermeister Peter Thaler aus der Wildschönau, aber ein riesengroßer Fan des Formel 1 Weltmeister ist er allemal. Also machte sich der umtriebige Brötchen-Bäcker auf in die beglischen Ardennen, um den flotten Burschen aus Heppenheim beim Grand Prix von Belgien ordentlich anzufeuern. Und damit’s auch richtig klappt, nahm er den aus Mühtal stammenden Unternehmer und Siedler-Sponsoren Mario Scherer gleich mit.
Und wie es sich für einen Weltmeister im Format von Sebastian Vettel gehört, wurden die beiden Wildschönauer auch gebührend im Fahrerlager begrüßt, möglich gemacht hat dies alles Vettel-Freund Norbert Siedler, der beim Porsche Mobil 1 Supercup in Spa Francorchamps eine grandiose Aufholjagd hinlegte. Ganz im Stil eines Michael Schuhmacher fuhr der Oberauer auf Platz 7 in den Ardennen.
Diese tolle Aufholjagd ähnlich wie Michael Schumacher beim Großen Preis von Belgien startete Norbert Siedler knapp zwei Stunden vorher im Porsche Mobil 1 Supercup. Von Startplatz 14 auf Platz 7 – nach einem Drama im Qualifying war der VELTINS Lechner Racing Pilot vielleicht der größte Held des Rennens…
Spa, die Mutstrecke in den belgischen Ardennen, stand auf Norberts persönlicher Hitliste schon immer ganz weit oben, daher war der Frust über ein völlig verwachstes Zeittraining (14. Platz) auch umso größer. “Wir waren bei nassen Bedingungen diesmal einfach nicht schnell genug, da möchte ich auch die zahlreichen gelben Flaggen nicht mehr als Ausrede verwenden.”
Eine Kämpfernatur à la Siedler kann Rückschläge allerdings wegstecken, und so zog der ehrgeizige Tiroler wirklich alle Register, um angesichts der Siegesfahrt des Polen Kuba Giermaziak noch einmal Schadensbegrenzung zu betreiben:
“Nach dem Drama vom Samstag kann ich mit dem siebten Platz im Rennen ganz gut leben. Meine Rundenzeiten waren sehr gut, wobei ich gegen Rennmitte Untersteuern bekam und dann auch nicht mehr richtig attackieren konnte. In der Tabelle bin ich damit zwar hinter Kuba (Giermaziak) auf Platz 4 zurückgefallen, aber mein Rückstand auf die Top-3 beträgt nach wie vor nur 6 Punkte. Da ist also noch nichts verloren.”
Die europäische Saison im Porsche Supercup wird in zwei Wochen auf dem Hochgeschwindigkeitskurs von Monza abgeschlossen, den Norbert zumindest aus dem vergangen Jahr noch in bester Erinnerung hat:
“Ich hab mir dort mit Platz 3 auch den dritten Platz in der Meisterschaft sichern können, deshalb hoffe ich auch diesmal wieder auf ein gutes Ergebnis. Die beiden letzten Rennen finden dann als Ersatz für den aufgrund der Unruhen abgesagten Saisonstart in Bahrain erst Mitte November in Abu Dhabi statt. Dort fahre ich eigentlich auch sehr gern, wobei wir mit VELTINS Lechner Racing in Bahrain mit Sicherheit einen Heimvorteil gehabt hätten.”
Was blieb von diesem tollen Ausflug nach Belgien: Stolze Fotos mit dem alten und wahrscheinlich auch neuen Formel I Weltmeister und ein zufriedener Nobert Siedler, der wieder einmal ordentlich aufzeigte.
Kommentare
Ihre Meinung zu diesem Beitrag...
|