Die Wildschönauer Bevölkerung wünscht sich das Dorfzentrum von Oberau zwischen Antoniuskapelle und der Pfarrkirche!
Bis auf den letzten Platz war am Mittwochabend der Saal im Gasthof Dorferwirt gefüllt, das “Finale” der “Ideenwerkstätte vor Ort” wollte sich keiner entgehen lassen. Schon seit Monaten wird um dieses Thema heiß diskutiert, nun wurde das Architekturbüro nonconform mit der “Ideenfindung vor Ort” beauftragt. Das Architekturbüro nonconform architektur vor ort hat eine neue Methode der Planung entwickelt, bei der die ArchitektInnen direkt an Ort und Stelle des Projekts gemeinsam mit allen Beteiligten für mehrere Tage arbeiten und Lösungen entwickeln.
Die vor ort ideenwerkstatt bietet die Grundlage für einen Ideenentwicklungsprozess, der direkt an Ort und Stelle des geplanten Projektes stattfindet. Die ArchitektInnen waren drei Tage ununterbrochen für alle Beteiligten am Ereignisort im eigens dafür eingerichteten Büro erreichbar. In diesem Büro konnten Ideen von früh bis spät eingebracht werden. Jeden Abend gab es Workshops, Vorträge und Diskussionen. Zu diesen Veranstaltungen wurden alle eingeladen mitzudenken, mitzureden und mitzugestalten. Die ArchitektInnen sammelten alle Ideen und fassen diese Ideen zu verwirklichbaren Zukunftsszenarien zusammen.
Und am Mittwochabend wurden diese Szenarien präsentiert, und von allen Beteiligten jenes Szenario ausgewählt, das als Grundlage für die künftige Arbeit bzw. Architekturwettbewerb dienen soll. Über 1000 Ideen und Vorschläge wurden in den drei Tagen eingereicht, daraus haben sich nun fünf verschiedene Modelle kristallisiert. Mitmachen konnte man direkt vor Ort, per Internet oder auch bei einem speziell entwickelten Frage-Forum.
Die Frage wo das künftige Ortszentrum in Oberau entstehen soll, wurde klar beantwortet. Der Großteil stimmte für die Variante 2, ein Zentrum zwischen Antoniuskapelle und der Pfarrkirche ab.Inwieweit die Gemeinde nun diese Variante umsetzen wird (kann) wird sich in den nächsten Wochen und Monate zeigen. Die Abstimmung dient lediglich zur Orientierung wohin die Reise gehen soll, ist aber für den Gemeinderat nicht unbedingt bindend.
Hier werden noch viele Gespräche folgen müssen, mit dieser Variante wäre sogar die Verlegung der Landesstraße notwendig. Allerdings wurde eine solche schon vor Jahrzehnten abgelehnt. Eine weitere Frage einer Umfahrung dürfte wohl auch die Finanzierbarkeit seitens des Landes sein.
Für den Gemeinderat wird dies wohl ein “zurück an den Start” bedeuten, das Votum der Bevölkerung war eindeutig. Für BGM Rainer Silberberger und seinem Gemeinderat eine klare Richtungsweisung, über die im Hochtal wohl noch längere Zeit diskutiert werden wird.
Klaus Juen von der Tiroler Dorferneuerung versprach der Gemeinde jedenfalls bei der Umsetzung so gut es geht mitzuhelfen, “es ist dies eine Chance” sagte der Experte aus der Landeshauptstadt.
Kommentare
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Endlich ein Schritt in die Zukunft! In 20 Jahren wird die Wildschönau einen belebten und repräsentativen Ortskern besitzen, um den uns viele unserer touristischen Mitbewerber beneiden. Vielleicht denkt dann auch schon niemand mehr an die Kosten und Mühen dieses Großprojekts samt Straßenverlegung. Ich hoffe, dass alle an einem Strang ziehen und die Versäumnisse der letzten 30 Jahre nachgeholt werden können!
Geschrieben am 15.12.2011 um 18:09 von Christine
Interesant ist nur das ein Teil dieser Variante, sprich die Umfarung schon vor ca 20 Jahren geplant wurde und auch die finanzierung schon stand. Aber wie bekannt wurde sie ja von einigen “obergscheiden” die auch gestern anwesend waren verhindert! Und das Hauptproblem für manche “Promis” der Wildschönau ist, ob sie genug Parkplätze haben. Diese Personen sollten sich kleinere Autos kaufen die sie einparken können und sonst sollten sie zu Fuß gehen!!!!!
Geschrieben am 15.12.2011 um 19:51 von Margreiter Bernhard
Das Dorfzentrum von Oberau befindet sich ja wohl schon seit nunmehr über 900 Jahr im Bereich der Kirche. Das ist für ein Dorfzentrum ja nichts Neues.
Ging es nicht viel mehr darum, wo das Gemeindeamt und somit das Gemeindezentrum bleiben oder entstehen soll?
Geschrieben am 15.12.2011 um 19:53 von Bartl von der Bummelbahn
Überall redet man von sparen, sparen u. nochmal sparen….in der Wildschönau spielt Geld anscheinend keine Rolle !
Geschrieben am 16.12.2011 um 08:45 von Romana Silberberger
Servus
Super 27.000,– Euro wieder vernichtet, plus das ganze Geld was noch das Architektenbüro Wurzer gekostet hat.
Ich bin mir sicher da hätte man in der alten Volksschule viel Umbauen können.
Aber nein, lieber 3 Tage im Wirtshaus sitzen und diskutieren. Und was kam raus? Ein …… (bekannte Süßspeise)
Ich selber war am Montag da. Wo ich den Plan von Alois Fuchs für den Umbau der Volksschule aus dem Jahr 2008 das erste Mal gesehen habe. Natürlich hatte der Plan einen riesigen Fehler. Er ist zu Billig und zu Logisch für unsere Zeit. Den die von Nonconform haben ja am Mittwoch selber festgestellt, das die Alte Volkschule gut geeignet ist für Wohnungen, Büroräume, super Aussicht usw. Aber sicher nicht für Jungunternehmer, das ist wieder ein…. (bekannte Süßspeise) Oder sind die von Nonconform über die „Sauluag“ angereist, und haben nicht gesehen dass in Wörgl genug Büros freistehen. Ich frage mich, was will den der Gemeinderat mehr? Denn genau das gleiche ist auf dem Plan von Alois Fuchs zu sehen. Ich verstehe nicht das die Gemeinde den Alois nicht „ufohn lost“ mit seinen Plänen? Wir haben genug „gscheite Leit mit Hausverstand“ im Tal
Und die Umfahrung von Oberau wurde ja vor 20 Jahren verhindert, obwohl das Geld schon da war.
Und jetzt wollen sie wieder eine, wo jeder weiß dass es Hinten und Vorne mit dem Geld hapert.
Oder glauben manche wenn man sich das kurz vor Weihnachten wünscht geht der Wunsch in Erfüllung????
„ Es gibt keine Märchen“ (Aussage eines Mühltalers ich will “Schweizerhof-Joche” hier nicht erwähnen )
Aber es ist ja Weihnachten und wir, in der „Wildschön-wau“ (wie der von Nonconform schon sagte) haben Nonconform und Dorferwirt ein schönes Umsatz-Weihnachtsgeschenk gemacht.
Oder eher die „Wahnsinn-au“
Schöne Weihnachten
Josef Klingler
P:S Gerhards Vorschläge für die Feuerwehr machten auch Sinn.
Geschrieben am 17.12.2011 um 09:45 von Klingler Josef
Ich denke bei der Entscheidung für die Variante Umbau Gemeindeamt-Volksschule (Bemerkung: die ALTE Volksschule befindet sich ja hinter dem Cafe Unterberger) mit Umfahrungsstraße ging es weniger um eine Umfahrungsstraße sondern vielmehr um den Erhalt des jetzigen Gemeindeamtes am alten Standort. Die viel zitierte “Sch(p)ießhüttel-Arena” würde bei einer oberirdischen Umfahrung wohl Geschichte sein und somit Wintersport in Oberau adé. Dann haben wir Wildschönauer das schöne Oberauer Dorfzentrum für uns alleine.
Geschrieben am 17.12.2011 um 11:45 von Martin Erharter
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