Über die Notruf-Leitzentrale wurde die Bergrettung Auffach alarmiert, Einsatzgebiet war der “Hohlrieder-Graben” – jedem Bergretter bestens bekannt. In diesem unwegsamen Gelände gab es auch schon Todesopfer. Und dabei haben sich die Info-Tafeln die entlang des Grabens von der Bergrettung aufgestellt wurden, besten bewährt.
Die Schüler berichteten über Handy, das man die Tafel 5 bereits passiert hätte und so war zumindest die Route der jungen Skisportler bekannt. 10 Mann von der Bergrettung unter Einsatzleiter Alexander Holaus stiegen in den Tiefverschneiten “Hohlrieder-Graben” ein, und fanden die Jugendlichen gegen 18.40 Uhr auf. Teilweise durchnässt, und auch von der Kälte mitgenommen, wurden die Schüler von den Bergrettern aus ihrer misslichen Lage befreit, und gegen 20.00 Uhr wohlbehalten im Bergrettungs-Einsatzraum dem Samariterbund zur Erstversorgung übergeben.
Die Eltern der Schüler bangten indes in der Einsatzzentrale um ihre Kinder, und bedankten sich bei den Männern für den vorbildlichen Einsatz. Besonders hervorzuheben ist das Verhalten der Schüler, die genau wussten dass sie sich in höchste Gefahr begeben hatten. Der junge Markus wählte den Notruf über die 140 und berichtete dann den Einsatzleuten sehr klar die Situation – keine Spur von Hektik.
Immer wichtiger bei solchen Einsätzen wird auch das GPS und der Computer, Alpinpolizist Egon Oberhuber der ebenfalls vor Ort war, ist ein exzellenter Fachmann auf diesem Gebiet.
Bleibt zum Schluss noch den Einsatzkräften zu danken und zu wünschen, dass nun doch etwas mehr Ruhe eintritt. In wenigen Tagen war dies bereits der dritte Einsatz der Auffacher Bergretter im heurigen noch sehr jungen Jahr!
Servus Toni
Du schreibst von einem “absolut disziplinierten Schüler”???????????
Aber wo ist die Disziplin, wenn dieser “absolut disziplinierter Volldrottl” die gesicherte Piste verläßt!
Oder hat er erst wieder im “Hohlrieder-Graben” lesen gelernt.
Denn ich denke die Leute von der Bergrettung haben auch besseres zu tun als imnmer wieder für sollche “Teppen” auszurücken.
Gruß Josef
Geschrieben am 15.01.2012 um 08:51 von Schlaa-Söppö
Lieber Josef!
Die Ausdrücke wie “Volltrottel” oder “Volldepp” sollten in unserem touristischen Denken eigentlich keinen Platz haben, aber dies kann jeder halten wie er will! Zum “disziplinierten” Schüler nur soviel: Es gibt in solchen Situationen in denen halt Menschen immer wieder kommen, auch jene die Panikartig reagieren, möglicherweise noch falsche oder gar keine Angaben machen – und dann wird es für die Bergretter noch schwerer Hilfe zu leisten. In diesem Fall hat der junge Schüler vorblidlich reagiert, wohl wissend das man einen Fehler gemacht hat. Aber hinterher ist man immer klüger. Und dies wird halt vermutlich nicht der letzte Vorfall dieser Art gewesen sein.
Gruß TS
Geschrieben am 15.01.2012 um 10:20 von ts
Lieber Toni!
Der Arzt fragt auch „ Wie sieht dein Stuhl aus“
Meinen tut er immer die „Scheiße“
Man darf oder soll im richtígen Leben, Dinge beim richtigen Namen nennen.
Damit es die Leute verstehen.
Gruß Josef
Geschrieben am 15.01.2012 um 11:52 von Schlaa-Söppö
Also, anstatt sich über die Unvernunft der Gäste zu ärgern, wäre es doch viel besser, wenn jeder neue Gast über das richtige Verhalten im alpinen Gelände außerhalb gesicherter Pisten, die Pistennummerierungen ( viele Verirren sich einfach nur weil sie die Nummern an den Pistenrändern nicht zuordnen können) den Pistenregeln, das richtige Verhalten im Notfall und auch alles was für einen gelungenen Urlaub sonst noch dazu gehört informiert würde, sowie es jedes gute Reisebüro auch macht, wenn man irgendwohin auf Urlaub fährt gibt es auch so einen Willkommensdrunk bei dem man dann alles Wichtige erfährt. Damit würde man sicher vielen Alpinunfällen vorbeugen. Das könnten z.B. solche Bergretter machen, die nicht mehr im aktiven Dienst sind.
Werner Hohlrieder
Kitzbühel
Geschrieben am 15.01.2012 um 16:25 von wernher
Lieber Josef,
Dein Kommentar und Deine Ausdrucksweise lassen auf Dein Niveau starke Rückschlüsse zu – bestimmt bist Du ganz ohne jeglichen Fehler durch Dein bisheriges Leben gekommen. Ich bin kein Elternteil der 4 Kinder, aber befreundet mit deren Eltern – habe mir die Abfahrt dort am Schatzberg angesehen und kann mich durchaus in die Situation der Kinder versetzen – ohne Erfahrung – als Jugendlicher könnte ich mich nicht davon freisprechen und wäre wahrscheinl. auch dem Gruppenzwang unterlegen und wäre evtl. auch mit gefahren… – eine konstruktive Kritik zu dem Thema wäre beispielsweise der Vorschlag auf dem Zieher dort eine Art Fangnetz zu spannen, so dass man dort nicht einfahren kann – mit dem Hinweis “Lebensgefahr”. Schönen Tag noch!
Gruß Andreas (46 Jahre)
Geschrieben am 16.01.2012 um 10:13 von Andreas
Ich gehe mit diesem “Volltrottel” in die Klasse und kann Ihnen versichern dass er wirklich diszipliniert ist !
Wie heißt es doch so schön? Urteile nicht über Menschen die du nicht kennst !
Geschrieben am 16.01.2012 um 21:00 von Kevin
Das ist hier ein sehr interressanter Schlagabtausch. Meine Familie und ich, sind Gäste in der Wildschönau, aber bei allem Respekt, wenn uns so ein dramatischer Fehler passiert, möchte ich nicht soviel Honig um Bart geschmiert bekommen. Ich finde der Josef hat durchaus Recht, und ich finde es nicht in Ordnung, nur weil die Kinder sich angeblich auskannten, das sie ohne Aufsicht fuhren. Fakt ist, die Bergretter geben sich in Gefahr und zu den Männern gehören auch Familien. Man gewinnt den Eindruck, als Gast kann ich mir alles erlauben. Ausserdem kann in den Bergen, ob Sommer oder Winter, nicht überall Schilder mit “Lebensgefahr” stehen. Der Urlauber soll sich an die Pisten-, und Wanderwege halten, damit minimiert man die Gefahr, das ist dann diszipliniert, also Augen auf. Gruss Claudia
Geschrieben am 17.01.2012 um 09:13 von Claudia Niemann
Lieber Josef( Schlaa-Söppö)
Kein Mensch braucht dich beim richtigen Namen nennen. Das hast du hier selber bestens getan. Durch deine Äusserungen!
Gruss Carl Christian Sjöholm
Geschrieben am 17.01.2012 um 19:06 von Carl Chr. Sjøholm
Liebe Chatter!
Ich bin die Mutter eines der Kinder, die in diese missliche Lage gerieten.
Ich bin einfach nur froh, dass mein Sohn wohlbehalten und lebendig befreit worden ist. Ich finde, wessen Kind nicht in dieser Gefahr war, kann eigentlich gar nicht mitreden.
Mich wundert, dass manche (auch Eltern) so darüber urteilen. Wahrscheinlich haben ihre Kinder noch nie irgendetwas falsch gemacht, kann ja noch kommen!!!
Ich möchte mich auf diesem Weg auch nochmal von ganzen Herzen bei den Bergrettern bedanken. Ich weiß, dass sie ihr Leben riskiert haben. Danke!
Gruss Ulli
Geschrieben am 18.01.2012 um 12:12 von ulli
Servus
Ich habe die Aktion oder das Verhalten dieser zuletzt gesuchten Personen bewertet.
Denn die beiden von der Woche davor waren Gäste von mir.
Es war eine Gruppe von 12 Personen von der Firma Siemens. Also keine „Trotteln“
Aber als die Beiden ( die sich selber als super und erfahrene Schifahrer halten)am Samstag die gesicherte Piste verließen würde diese Aktion wie die eines „Trottels“. Umsatz und Stimmung waren weg. Und als diese dann gefunden würden ( Gott sei Dank) denn das Wetter war beschießen. Waren sie sich keiner Schuld Bewußt.
Bei der Abreise hat sich der Chef der Gruppe ( dieser kommt jedes Jahr zu uns) bei mir noch entschuldigt für das Verhalten seiner Beiden Arbeitskollegen, die er sicher nicht mehr mitbringt.
Man muß im Leben Regeln einhalten, und wenn man das nicht tut muss man halt zahlen.
Und wenn einer „Trottel“ sagt, zum Verhalten wie es zu der Situation gekommen ist nicht gleich eingeschnabt sein.
Ich selber war im Herbst bei einem Ausflug ein „Riesentrottel“ und musste auch Zahlen, Habe aber daraus Gelernt , hofft Barbara 
Nochmal nur die Aktion habe ich bewertet nicht den Menschen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
“Und eatz kins mi weida ausrichtn”
Geschrieben am 19.01.2012 um 21:31 von Schlaa-Söppö
Ich bin eine neutral aussenstehende Person. Gott sei Dank sind alle und vor allem die Retter wohlbehalten zurück gekomen.
Ich denke jeder der Geretteten sollte von der Bergrettung eine Rechnung in Höhe von mind. 1500 Euro bekommen.
Das ist diese Aktion doch auf jeden Fall wert!!!
Geschrieben am 22.01.2012 um 20:20 von Martin
Servus aus Bayern,
leider bin ich erst jetzt auf diese Seite gestossen, aber ich glaub´ ich muß dazu mal was sagen.Ich bin selber Vater von Kindern in ähnlichem Alter, außerdem leidenschaftlicher Skifahrer und seit 26 Jahren Feuerwehrmann, der während dieser Zeit etliche Personensuchen und Unfälle mit gutem und oft leider auch mit “schlechtem” Ausgang miterleben musste. Ich trau mir also zu, nachzufühlen, was in den Kameraden der Bergrettung bei diesem Einsatz vorging.Ich weiß, was es heißt bei schlechtem Wetter, bei Nacht, hinausgerufen zu werden und die Familie allein daheim zu lassen, weil jemand anderes, meist völlig unbekanntes, einen Fehler gemacht hat! Deswegen passieren nämlich Unfälle, weil da wo Menschen sind, es nun mal “menschelt”. Und wer keine Fehler macht, “der werfe den ersten Stein”, so stehts schon in der Bibel !! Und gerade bei Einsätzen mit Kindern ist´s doppelt schwer ! Aber für solche Fälle haben sich die Kameraden der Bergrettung sicher lange, oft und gut vorbereitet und ein jeder von Ihnen wusste, daß er sich selbst in große Gefahr begibt (Wie groß diese Gefahr war, sieht man an den Bildern). Aber sie wussten auch, daß es ohne ihren Einsatz nicht gut ausgehen würde. Deshalb glaube ich auch, daß sie nach der glücklichen Rettung, sicher ihrem (berechtigten) Ärger Luft gemacht haben, und den geretteten “Rotzlöffeln” ordentlich “den Marsch geblasen” haben. Den werden diese mit Sicherheit im Leben nicht vergessen, und ich denke, sie werden auch ihre Lehren aus der Sache ziehen. Aber, bei allem Ärger, ist es schlußendlich immer die Freude darüber die bleibt, wenn ein Einsatz ohne Verletzte oder Tote (bei Rettern und Geretteten !)ausgeht, die einem immer wieder zum Einsatz rausfahren läßt. Der Ärger vergeht, die Erinnerung an einen glücklichen Ausgang bleibt ! Und das ist was zählt !
Ich glaub´das musste, neben all der Kritik, auch mal gesagt werden.
Deshalb nochmal meine Hochachtung und meinen allergrößten Respekt vor den Kameraden der Bergrettung !
Allzeit Ski und Berg heil !
Da Tscharly aus Bayern !
Geschrieben am 15.02.2012 um 21:15 von Tscharly